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Museums- und Trachtenverein

Hausanschrift:Dorfstraße 20
88138 Hergensweiler

Das Heimatmuseum Hergensweiler

Das Heimatmuseum liegt mitten im Dorf gegenüber der Pfarrkirche St. Ambrosius. Im 14. Jahrhundert wurde das Haus als Salzfaktorei genutzt und diente als Lagerplatz für Salz aus Bayern und Tirol auf dem Weg in die Schweiz. Von 1600 bis 1935 wurde es als Pfarrhof umgebaut und dafür um zwei Etagen aufgestockt. 1981 konnte die Gemeinde Hergensweiler dieses Gebäude erwerben und nach verschiedenen Umbaumaßnahmen wurde am 14.10.1989 das heutige Heimatmuseum eröffnet.

Im Erdgeschoss ist eine Schnapsbrennerei sowie ein gotischer Gewölberaum und ein Ausstellungsraum, die für Sonderausstellungen genommen werden, zu sehen.

Im ersten Sock befindet sich die barocke Amtsstube der ehemaligen Pfarrherren die für standesamtliche Trauungen genutzt wird. Der anschließende Raum ist der Dorfgeschichte und Chronik vorbehalten. Desweiteren schließen sich ein Trachtenzimmer, ein Biedermeierzimmer sowie zwei weitere Räume, die den Alltag und die Lebensart in früherer Zeit zeigen an.

Der zweite Stock widmet sich dem Sammlungskonzept:

„Volksfrömmigkeit zwischen Glaube und Aberglaube.“

Das Heimatmuseum bietet einen interessanten Querschnitt der vergangenen Epochen. Die seit 1930 liebevoll zusammengetragenen Exponate stellen eine beeindruckende Sammlung regionaler Volkskunst von überregionaler Bedeutung dar.

Trachtengruppe „D‘ Laiblachtaler“.

Angefangen hatte es am Kirchweihsonntag 1908, als im „Gasthof Post“ in Hergensweiler drei Schuhplattler in „Allgäuer Tracht“ einige Schuhplattlertänze aufführten. Unter ihnen befand sich auch der einheimische Georg Schweinberger, welcher zugleich von jüngeren Hergensweilerern bestürmt wurde, auch ihnen das Schuhplatteln beizubringen. Zu dieser Zeit war die Trachtenbelebung unter den bay. Königen Max II und Ludwig II in vollem Gang. Diese Gruppe junger Leute gründete am 1. Mai 1909 den Gebirgstrachten-Verein „D‘ Laiblachtaler“. Sie riefen den örtl. Sportverein und das Heimatmuseum ins Leben, waren Gründungsmitglied des Bodensee- Heimat und Trachtenverbandes e.V. und mussten schließlich 1939 den Verein auf Wunsch der Nationalsozialisten auflösen.

1992 wurde der Trachtenverein Hergensweiler „D‘ Laiblachtaler“ neu gegründet und 2013 mit dem Museumsverein zusammengeschlossen.

So heißen wir seither „Museums- und Trachtenverein Hergensweiler e.V.“

Durch die aktive Jugendarbeit wurde die Jugendtanzgruppe wieder ins Leben gerufen und zählt aktuell 10 Mädchen und Jungen, die an Gautanzproben, sowie Festumzügen teilnehmen und regional Tanzauftritte veranstalten.

Unsere Tracht:

Wir tragen die Tracht des schwäbischen Westallgäus um die Zeit von 1830 - 1850. Zu der üblichen Frauenkleidung wie Rock, Bluse, Strümpfe und Schnallenschuh kommt das sogenannte "Speckmieder". Üblich für unsere Landschaft ist das goldene oder das silberne Pfauenrädle, das mit dem kleinen Fältelhäuble beginnt und mit dem großen Pfauenrädle aufhört. Um die Schulter tragen wir das Mailänder Seidentuch, an der Hand den bemalten Henkelkorb. (Rock, Bluse, Mieder, Jacken und die Hauben werden in Eigenarbeit genäht und gefertigt.

Die Tracht der Mannsleut besteht aus der obligatorischen Kniebundhose, Strümpfe, Schnallenschuhe, Trachtenhemd und Weste mit 15 Silberknöpfen. Der Kirchenrock und der Knickzylinder sind eine Eigenart unserer Gegend.


 

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